{"id":3368,"date":"2024-04-12T12:08:47","date_gmt":"2024-04-12T10:08:47","guid":{"rendered":"https:\/\/rubens-antwerpen.be\/home\/noerd\/st-paulus-kirche\/van-dyck-die-kreuztragung\/"},"modified":"2025-07-31T17:47:57","modified_gmt":"2025-07-31T15:47:57","slug":"van-dyck-die-kreuztragung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rubens-antwerpen.be\/de\/home\/noerd\/st-paulus-kirche\/van-dyck-die-kreuztragung\/","title":{"rendered":"Van Dyck: die Kreuztragung (Geheimnisse)"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"3368\" class=\"elementor elementor-3368 elementor-187\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ad42995 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"ad42995\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-dbf73d7 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"dbf73d7\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Anthony van Dyck: die Kreuztragung (Geheimnisse des Rosenkranzes)<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-8b59b53 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"8b59b53\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-34dadbb elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"34dadbb\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><a href=\"http:\/\/rubens-antwerpen.be\/wp-content\/uploads\/334P-STP-AVD-Kruisdraging.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-621 size-medium\" src=\"http:\/\/rubens-antwerpen.be\/wp-content\/uploads\/334P-STP-AVD-Kruisdraging-227x300.jpg\" alt=\"\" width=\"227\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/rubens-antwerpen.be\/wp-content\/uploads\/334P-STP-AVD-Kruisdraging-227x300.jpg 227w, https:\/\/rubens-antwerpen.be\/wp-content\/uploads\/334P-STP-AVD-Kruisdraging-768x1015.jpg 768w, https:\/\/rubens-antwerpen.be\/wp-content\/uploads\/334P-STP-AVD-Kruisdraging.jpg 775w\" sizes=\"(max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der junge Maler fertigte f\u00fcr dieses Gem\u00e4lde zehn Vorzeichnungen und Skizzen an, mehr als f\u00fcr jedes andere Kunstwerk. Die harte Szene in der Mittagssonne wird durch die herannahende Dunkelheit unterstrichen. <\/em><\/p>\n<p><\/p>\n<hr \/>\n<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwar tr\u00e4gt das Werk den Titel \u201a<em>die Kreuztragung\u2018<\/em>, doch \u201a<em>Der Fall Christi unter dem Kreuz\u2018<\/em> beschreibt die dargestellte Szene pr\u00e4ziser. Es handelt sich um das vierte Schmerzhafte Mysterium. Die biblische Passionsgeschichte erw\u00e4hnt lediglich die Zwangshilfe des Simon von Zyrene und die Begegnung mit den trauernden Frauen von Jerusalem. Die Begegnung zwischen Mutter und Sohn ist eine sp\u00e4tere Hinzuf\u00fcgung, die wir der Marienverehrung verdanken.<\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gem\u00e4lde entstand vermutlich im Jahr 1617. Anthony Van Dyck war zu diesem Zeitpunkt erst 18 Jahre alt und noch nicht als Freimeister in die Lukasgilde aufgenommen &#8211; dies erfolgte erst am 11. Februar des folgenden Jahres.<\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gem\u00e4lden gehen \u00fcblicherweise mehrere Zeichnungen voraus. Im besten Fall sind diese Studien heute noch in \u00f6ffentlichen oder privaten Sammlungen erhalten, werden jedoch selten bei Tageslicht gezeigt. W\u00e4hrend sich fr\u00fcher fast ausschlie\u00dflich Kunsthistoriker f\u00fcr den Entstehungsprozess interessierten, gilt unser heutiges Interesse zunehmend dem &#8222;<em>Making of<\/em>&#8222;.<\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von diesem Werk sind nicht weniger als zehn Vorzeichnungen bekannt, mit Feder und Pinsel in brauner Tinte oder mit schwarzer Kreide. Keine andere Arbeit van Dycks weist eine derart hohe Zahl vorbereitender Studien auf. Das Antwerpener Kupferstichkabinett besitzt den Entwurf, mit den Rasterlinien f\u00fcr die \u00dcbertragung auf Tafel oder Leinwand. Urspr\u00fcnglich war die gesamte Komposition nach links ausgerichtet, mit einer aufrecht stehenden Maria. Vermutlich wurde sie sp\u00e4ter gespiegelt, um der Blickrichtung des gesamten Zyklus zu entsprechen. In dieser Umkehrung kniet Maria nun nieder \u2013 eine Geste der Ersch\u00fctterung und Ohnmacht.<\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im fertigen Bild erscheint das Gesicht Christi knapp unterhalb der Mitte, klein und verletzlich \u2013 fast wie ein Wurm, der im Begriff ist, zu Boden getreten zu werden. Die Komposition wird von mehreren Diagonalen durchzogen: dem Kommandostab des Soldaten, dem gestrafften Seil sowie den ausgestreckten Armen.<\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Szene spielt am Karfreitag um die Mittagszeit. Ein Diener auf der rechten Bildseite wird von der prallen Sonne auf dem nackten R\u00fccken getroffen. Unter seinem leicht erhobenen linken Fu\u00df f\u00e4llt der Schatten deutlich hervor. Auch Marias Schleier und die Kanten ihres \u00c4rmels fangen einen Streifen Sonnenlicht ein. Die traurige Prozession steigt den Berg Golgatha hoch, wie man an dem sanften Abhang unten rechts ablesen kann.<\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Dramatik der Darstellung liegt in der stummen Begegnung zwischen Mutter und Sohn, die sich direkt in die Augen blicken. Beide Figuren zeigen jedoch keine offene Regung noch Widerstand; ihre Mimik bleibt zur\u00fcckhaltend. Das Opfer der Liebe wird schweigend und gl\u00e4ubig angenommen.<\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt eine Verbindung zur vierten Szene \u201a<em>Die Darstellung Jesu im Tempel<\/em>\u2018, wo der alte Simeon der jungen Mutter prophezeit hatte: &#8222;<em>Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen\u201c <\/em>(Lukas 2,35). Eine Mutter kann so tief leiden! Oder: Einmal Mutter, immer Mutter.<\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur\u00fcck zum Bild. Hinter Maria hebt Simon von Zyrene das Kreuz an. Sein roter Mantel hebt ihn visuell von den \u00fcbrigen Figuren ab. Der behelmte r\u00f6mische Soldat steht vor einem dunklen Hintergrund, in Erwartung der bevorstehenden Sonnenfinsternis. Seine schwarze R\u00fcstung reflektiert scharf das Licht und verst\u00e4rkt den dramatischen Kontrast.<\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie in der letzten Vorzeichnung, schneidet der Maler die K\u00f6rper Marias und des Henkers am Bildrand an \u2013 ein Kunstgriff mit suggestiver Wirkung: die Betrachtenden erg\u00e4nzen gedanklich die verborgene K\u00f6rperteilen.<\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Van Dyck fordert hohe Konzentration: Man muss die Augen Jesu aktiv suchen. Doch dieser erwidert den Blick nicht, sondern schaut allein seine Mutter an. Die psychologische Linie im Bild wird nicht gemalt, sondern vom Betrachter selbst gezogen.<\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>Folge die Reihe der Geheimnisse des Rosenkranzes: <a href=\"https:\/\/rubens-antwerpen.be\/de\/home\/noerd\/st-paulus-kirche\/jordaens-der-kreuztod\/\"><u>Der Kreuztod<\/u><\/a><\/strong><\/span><\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anthony van Dyck: die Kreuztragung (Geheimnisse des Rosenkranzes) Der junge Maler fertigte f\u00fcr dieses Gem\u00e4lde zehn Vorzeichnungen und Skizzen an, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":3360,"menu_order":334,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"site-sidebar-layout":"no-sidebar","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"full-width-container","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"disabled","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"disabled","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"class_list":["post-3368","page","type-page","status-publish","hentry"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rubens-antwerpen.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3368","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rubens-antwerpen.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/rubens-antwerpen.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rubens-antwerpen.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rubens-antwerpen.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3368"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/rubens-antwerpen.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3368\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5823,"href":"https:\/\/rubens-antwerpen.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3368\/revisions\/5823"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rubens-antwerpen.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3360"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rubens-antwerpen.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3368"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}